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Stolpersteine sollen leuchten

Kiez

Am Samstag, den 7. November 2015 wollen Mitglieder der SPD- Abteilung 77 in der Sybelstraße und in der Wielandstraße Stolpersteine putzen und damit an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 erinnern. Gerade jetzt, wo tausende Menschen zu uns kommen, hat es eine besondere symbolische Bedeutung, an die Menschen zu erinnern, die damals nicht aus Deutschland flüchten konnten und deportiert und ermordet wurden.

Aus Berlin wurden etwa 55 000 Menschen jüdischen Glaubens deportiert und ermordet oder begingen Selbstmord, in Charlottenburg und Wilmersdorf waren es etwa 13 200 Personen, nicht eingerechnet die weiteren Opfer der Nazi- Diktatur wie Sozialdemokraten und Kommunisten, andere Leute, die Widerstand leisteten, Christen, Zeugen Jehovas, Freimaurer, Sinti und Roma, Homosexuelle oder im Euthanasie- Programm Getötete. In Charlottenburg- Wilmersdorf liegen zum Gedenken an 2 776 von ihnen Stolpersteine, viele auf Wunsch der Nachkommen oder Angehörigen der Opfer.

Die Nachfrage bei der örtlichen Stolpersteine- Initiative ist so hoch, dass für 2015 und 2016 das Kontingent bereits ausgeschöpft ist und keine Vorbestellungen für das nächste Jahr mehr angenommen werden können. Umso wichtiger ist es, dass wir die schon liegenden Stolpersteine pflegen, die Namen der Menschen und ihre Schicksale sichtbar machen. Lasst uns am Tag der Wiederkehr der Reichspogromnacht Kerzen an den Häusern aufstellen, wo Stolpersteine liegen, damit Berlin an diesem dunklen Tag erleuchtet wird.

Treffpunkt zum Stolpersteine- Putzen ist am 7.11.2015 um 16 Uhr vor der Giesebrechtstr. 4 am Meyerinckplatz.