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Landes-SPDALLE REDEN VOM WOHNEN .....

28.5.2013

Alle reden vom Wohnen:  die Berliner SPD redet nicht nur – sie tut was dafür!

Wohnen ist ein Grundbedürfnis! Und es wird in städtischen Ballungsräumen immer schwieriger, dieses Bedürfnis zu befriedigen, denn Wohnraum wird knapper und immer teurer. Da liegt Berlin leider voll im Trend mit Metropolen wie München, Hamburg, aber auch London und New York. Wenn es um das Wohnen geht, will Berlin diesen Metropolen nicht folgen, denn in unserer Stadt soll das Wohnen auch weiterhin für alle Einkommensschichten und Generationen in einem guten Miteinander möglich bleiben. Diese Berliner Mischung muss gerade auch in den angesagten Innenstadtbezirken, wie die City-West erhalten werden, denn hier baut sich ein besonders starker Druck im Mietwohnungsmarkt auf. Die Ursachen dafür sind vielschichtig: bei der Wiedervermietung können offensichtlich Mietsteigerungen von 30%, im Einzelfall bis zu 50% durchgesetzt werden – damit wird eine Mietpreisspirale in Gang gesetzt, die auch die Bestandsmieten befeuert. Zudem werden immer mehr Wohnungen gebraucht, denn Berlin ist schon jetzt Hauptstadt der Singles, die mehr und kleiner und damit bezahlbare Wohnungen brauchen.

Der Bedarf an Wohnraum wird sich in Zukunft aber noch deutlich erhöhen. Die aktuelle Bevölkerungsprognose des Senats nimmt an, dass Berlin um rd. 40.000 Menschen pro Jahr wachsen wird und bis 2025 einer Zunahme um rd. 239.000 Einwohner erreichen wird, was der Einwohnerdimension von Aachen oder einem 13. Bezirk entsprechen würde – Berlin wird also eine deutlich wachsende Stadt sein. Neben dem Bezirk Pankow, wo mit ca. 16% die größten Zuzüge erwartet werden, wird es auch in allen anderen Bezirken einen Zuwachs geben, der Berlinweit im Durchschnitt etwa 7% betragen wird – auch in Charlottenburg-Wilmersdorf. Damit einher geht der prognostizierte Anstieg der Haushalte um fast 140.000 in selben Zeitraum, was gemäß dem im Entwurf befindlichen Stadtentwicklungsplan Wohnen ein erforderliches Wohnungsneubauvolumen von rd. 137.000 Wohneinheiten bedingt. Berlin braucht also jetzt wie auch in Zukunft mehr Wohnungen und die sollen auch noch bezahlbar sein!

Die Berliner SPD hat im Koalitionsvertrag für eine neue, zukunftsweisende Wohnungspolitik die entscheidenden Weichen gestellt. Eine besondere Rolle kommt dabei den sechs landeseignen Wohnungsbaugesellschaften zu, die, wie ihr Name schon sagt, wieder Wohnungen bauen sollen und zwar bis 2016 rd. 30 000 und bis 2025 um rd. 50.000. Damit würde sich der landeseigene Bestand auf mindesten 300.000 Wohnungen in den nächsten drei Jahren erhöhen. Die ersten Spatenstiche für diese neue Wohnungsbauoffensive sind bereits getan, denn am 18. März `13 hat die landeseigene Degewo, nach zehn Jahren Pause wieder mit dem Neubau von den ersten 52 Wohneinheiten an der Waldsassener Straße in Berlin-Marienfelde begonnen und weiter sollen folgen.

Zu Anfang des Jahres haben Klaus Wowereit, Jan Stöß und Raed Saleh in ihrem gemeinsamen Strategiepapier Berlin „Stadt des Aufstiegs“ die Frage des sozial gerechten Wohnens in der Stadt zu einer Kernfrage gemacht und haben damit auch bundesweit Beachtung dafür geschaffen, dass das Mieten- und Wohnthema entscheidend sein wird für das Zusammenleben und das Funktionieren in einer Metropole. Stichworte sind dabei u.a. Mietbündnisse für bezahlbare Mieten, sozialverträgliches Mietrecht, Zweckentfremdungsverbot, das u.a. die Umwandlung von Mietwohnung in Ferienwohnungen unterbinden soll, Rechtsicherheit des Mietspiegels und eine neue Liegenschaftspolitik zu Gunsten von bezahlbarem Wohnungen.

Auf Initiative von Michael Müller, dem Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, der zuständig für diese neue Wohnungspolitik ist, hat der Berliner Senat  im letzten Herbst den Fahrplan „Gut, sicher und preiswert Wohnen – Bündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbares Wohnen“ für eine neue Wohnungspolitik beschlossen, der auf fünf Bausteinen fußt:

  • Mehr Wohnungen
  • Liegenschaftspolitik und Wohnungsbau
  • Bestandserweiterung durch Zukauf von Wohnungen
  • Studentisches Wohnen
  • Mietenpolitik,

die sich insbesondere an die landeseignen Wohnungsbaugesellschaften richten.

Gerade der Baustein „Mietenpolitik“ umfasst dreizehn Einzelmaßnahmen, wie z.B.

  • Beschränkung von Mieterhöhungen für alle Haushalte

Heute können die Bestandsmieten in drei Jahren um bis zu 20% angehoben werden, sofern der Mietspiegel dies zulässt. Gleichwohl werden die Mieten bei den städtischen Wohnungsbaugesellschaften in vier Jahren um nicht mehr als 15% erhöht.

  • Miete nach Modernisierung

Die Bestandsmiete nach einer Modernisierung wird sich im Rahmen des Mietspiegels plus der durch die Modernisierung erzielten Betriebskosteneinsparung bewegen. Die Wohnungsbaugesellschaften werden die Modernisierungsumlage von 11% jährlich der aufgewandten Kosten auf maximal 9% senken.

  • Mietbegrenzungen bei Wiedervermietung

Die städtischen Wohnungsgesellschaften bieten Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten an. Sie orientieren sich bei Wiedervermietungen an der ortsüblichen Vergleichsmiete und dämpfen so die Entwicklung des Berliner Mietspiegels.

  • Mieterhöhung: Verhältnismäßigkeit von Haushalt, Einkommen, Wohnungsgröße und Miethöhe

Die Nettokaltmiete soll im Einzelfall nach erfolgter Mieterhöhung 30 Prozent des vollständigen, nachzuweisenden Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigen,

die sich nach der jetzigen Rechtslage vorrangig nur auf die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften anwenden werden lassen, denn diese Mietregelungen basieren auf Bundesgesetzgebung, die nicht einfach so durch Landesregelungen, z.B. durch einen Beschluss des Senats oder des Berliner Abgeordnetenhauses geändert werden können. Hier ist eine Änderung der Mietenpolitik auf Bundesebene gefragt, die aber mit der jetzt regierenden schwarz-gelben Bundesregierung kaum vorstellbar ist. Eine sozialere und damit zukunftsfähigere Mietenpolitik ist nur mit einer sozialdemokratisch geführten Bundesregierung möglich. Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat bei seiner Klartextdiskussion am 3. April `13 im Tempodrom klar gemacht, dass bezahlbarer Wohnraum eines der wichtigsten Themen im anstehenden Bundestagswahlkampf sein wird. Das war keine rein rhetorisch-theortische Aussage, sondern hatte einen ganz konkreten Berlinbezug, denn vorher  hat Peer Steinbrück  sich in Begleitung der SPD-Wahlkreiskanditatin Cansel Kiziltepe aus Friedrichshain-Kreuzberg von der Berliner Wohnungs- und Mietsituation vor Ort im Kiez überzeugen können.

Druck macht auch die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Der Tagesspiegel schreibt so am 19. 3. `13: „..Auch die Sozialpolitikerin und Co-Chefin der SPD-Fraktion, Ülker Radziwill, drängt auf die Schaffung bezahlbaren Wohnraums für einkommensschwache Gruppen. „Diese Menschen haben einen Rechtsanspruch auf Wohnen“, aber auf dem Markt fänden sie keine günstigen Wohnungen.“ Nebenbei bemerkt, Ülker Radziwill aus Charlottenburg-Wilmersorf ist ebenfalls SPD-Wahlkreiskandidatinnen für die nächste Bundestagswahl. Im Falle ihrer Wahl könnte sie dann direkt im Deutschen Bundestag die Belange der Mieter und Mieterinnen vertreten und damit eine neue, sozialere Mietenpolitik auf den Weg bringen.

Es hängt also am 22. September `13  sehr viel davon ab, - auch für die Mietenpolitik -, dass bei der Wahl zum Deutschen Bundestag eine sozialdemokratische geführte Bundesregierung möglich wird. Das kann nur gelingen, wenn sowohl Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat als auch die SPD-Wahlkreiskandidatin für Charlottenburg-Wilmersdorf Ülker Radziwill  erfolgreich sein werden.

Heike Stock

Vorsitzende der KuDamm-Abteilung der SPD-Charlottenburg-Wilmersdorf

Veröffentlicht am 28.05.2013

 

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mitten in der City-West.

Veröffentlicht am 19.05.2010